• Braunschweig 


    N52° 16.604‘

    E10° 32.265‘

    Logbucheintrag Nr. 21:   

    29.05.2017  


    Lebendiger Bodensee: Die Ostrakodenfauna im Bodensee 


    Der Nachweis von Grundwasserzutritten durch Organismen (Ostrakoden-Muschelkrebse) ist im Institut für Geosysteme und Bioindikation (TU-Braunschweig) im Gang.

    In Kooperation mit dem ISF (LUBW) wurden im Juni 2016, August 2016, November 2016 und im Februar 2017 an 30 Stellen aus den vier „Hotspots“ (Mehrerau, Birnau/Birnau-West, Mainau und Überlinger See) insgesamt 120 Oberflächensedimentproben mittels eines Sedimentgreifers entnommen.

    Die vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass Ostrakoden-Arten, die auch in Quellen gefunden worden und evtl. ein Signal für Grundwasserzutritte sein können, an verschiedenen Stellen im Bodensee identifiziert wurden.  

    Im beprobten Zeitraum dominiert bei Mehrerau Limnocytherina sanctipatricii (Brady & Robertson, 1869) mit einem Anteil von 50%. Darwinula stevensoni (Brady & Robertson, 1870), ein potenzieller Grundwasserindikator (GW-Indikator), wurde bei Mehrerau (Me_1_8 und Me_1_3) im Juni 2015 und im Juni 2016 gefunden, aber mit niedriger Abundanz (1,6% und 0,8 %). Pryonocypris zenkeri (Chyzer & Toth, 1858), eine Art, die häufig in mit Quellen verbundenen Gewässern und in der hyporheischen Zone gefunden wurde, zeigte sich bei Mehrerau (Me_1_3) im November 2015 mit einem Anteil von 2%.

    Bei Birnau wurde Cytherissa lacustris (Sars, 1863) im März und Juni 2016 als häufigste Art mit einem Anteil von 26% und 24% gefunden. Die Abundanz des potenziellen GW-Indikators P. zenkeri wurde im November 2015 mit einem Anteil von 1% registriert, während D. stevensoni im März und Juni 2016 mit niedriger Abundanz (<1%) gefunden wurde. Herpetocypris reptans (Baird, 1865) wurde zusammen mit P. zenkeri in Quellen und in hyporheischen Zonen gefunden, deshalb wurde H. reptans in diesem Projekt als potenzieller GW-Indikator getestet. Im November 2015 wurde die höchste Abundanz von H. reptans (5%) bei Birnau beobachtet.

    Bei Birnau-West war L. sanctipatricii im Juni 2015 die häufigste Art (35%), Das Vorkommen von P. zenkeri und H. reptans wurde während aller Probennahmekampagnen beobachtet. P. zenkeri wurde im Juni 2016 in der Messstelle B_W1_5_0 mit 15% Abundanz gefunden, dies war ihre höchste Abundanz im Beprobungszeitraum und von allen anderen Probenahmestellen. 

    Bei Mainau war die Artenzahl im Vergleich mit allen anderen Bereichen niedriger. GW-Indikatoren wurden dort bisher nicht gefunden. Im Juni 2015 wurde L. mirabilis mit 33% Abundanz im westlichen Überlinger-See als häufigste Art identifiziert, während das Vorkommen von  Limnocythere inopinata (Baird, 1943) ab März 2016 zunahm. Potenzielle GW-Indikatoren (P. zenkeri, D. stevensoni und H. reptans) wurden in niedriger Abundanz (<1 %) gefunden.

    Das Vorkommen von Cavernocypris subterranea, eine „echte“ Grundwasserbewohnerin, wurde nur bei Birnau-West im Juni 2016 identifiziert. 

    Insgesamt sind die häufigsten Arten bei Birnau, Birnau-West, Mainau und im Überlinger See Kosmopoliten mit breiter ökologischer Toleranz (Abb. 1). Bei Mehrerau stellen Oligotrophie-Indikatoren die häufigsten Arten. Sie belegen gute Wasserqualität (Abb. 2).  (Sandra Böddeker)  


  • Steißlinger See 

     

    N 47° 47.988‘ 
    E 08°  54.879‘

    Logbucheintrag Nr. 20:   

    26.05.2017  

     

    Messung des Grundwasserzustroms mit einer schwimmenden Messplattform am Steißlinger See 


    Zusammen mit dem Institut für Seenforschung der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg untersucht der Lehrstuhl für Hydrologie der Universität Bayreuth den Grundwasserzustrom in den Steißlinger See. Diese Forschungsarbeit ist eingebettet in einem größeren Forschungsprojekt namens ‚SEEZEICHEN‘. Mehr Infos finden Sie hier


    In den Jahren 2014 und 2016 wurden schon Messungen am Steißlinger See durchgeführt. Diese Messungen gaben konkrete Hinweise auf Grundwasserquellen im Steißlinger See. Von Ende Mai bis Ende August 2017 wird nun eine schwimmende Plattform auf dem Steißlinger See an einer Stelle verankert. Auf dieser Plattform sind hoch empfindliche Messgeräte montiert. Aus 10 m Tiefe wird Wasser aus dem See hochgepumpt. Das Wasser wird entgast und die Gase werden gemessen. Genauer, das Edelgas Radon, welches ein eindeutiger Grundwasserindikator ist, wird gemessen. Die Messgeräte messen kontinuierlich und sehr hochauflösend. Mit den Messungen kann man feststellen, ob der Grundwasserzustrom in den See sich verändert und welche Faktoren diesen Prozess beeinflussen. Außerdem soll herausgefunden werden, welchen Einfluss das Grundwasser auf das Ökosystem Steißlinger See hat. (Catharina Keim) 

     

    Wir bitten die Besucher und Badegäste des Steißlinger Sees mindestens 5 m Abstand zur schwimmenden Messplattform zu halten!

    Vielen Dank für Ihre Kooperation!   


  • Ammersee


    N 47° 56.927‘  
    E 11°  07.873‘

    Logbucheintrag Nr. 19:   

    11.04 - 13.04.2017  


    Untersuchung des Grundwasserzustroms am Ammersee im April 


    Ein Teil des Projektes Seezeichen ist es eineMethoden-Toolbox zu entwickeln und anzuwenden, um Grundwasserzuströme in Seen nachzuweisen zu können. Schwerpunkt der Messkampagne am Ammersee ist es, die Übertragbarkeit der für den Bodensee entwickelten Toolbox auf andere Seen zu überprüfen.

    Seit April 2017 beschäftigt sich Silvia Schultes, Master-Studentin im Fach Geoökologie der Universität Bayreuth, mit ihrer Masterarbeit zum Thema „Grundwasser-See Interaktion am Ammersee“. Die Messungen am Ammersee finden in Kooperation mit Thomas Büche, Lehrstuhl für Geographie und Landschaftsökologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und dem Institut für Seenforschung (LUBW) statt. Die LMU München betreibt eine Forschungsstation mit einem Boot direkt am Ammersee und stellt dieses für dieMessungen zur Verfügung.

    Die erste Messkampagne fand vom 11-13. April 2017 statt.  Am ersten Tag der Messkampagne wurde ein Track entlang des südlichen Ufers festgelegt und abgefahren. Mit einer Sprühkammer (siehe Bilder) wurde währenddessen eine kontinuierliche Radonmessung durchgeführt. Am zweiten Tag der Messkampagne wurden Wasserproben entlang des Tracks am Südufers genommen, welche auf Radon und weitere wasserchemische Parameter untersucht wurden. Am dritten Tag musste die Messkampagne wegen Sturm abgesagt werden.

    Im Sommer wird es eine zweite Messkampagne geben. Der Schwerpunkt wird dabei die Quantifizierung des Grundwasserzustroms sein.  (Catharina Keim)   

     

  • Wasserburg
    N47° 33.600‘
    E09° 39.000‘


    Bregenz
    N47° 29.800‘
    E09° 18.000‘


    Logbucheintrag Nr. 18: 

    08.03.2017


    Beprobung von Grundwassermessstellen 

     

    Um Grundwasser im Bodensee zu finden ist es nicht nur wichtig potentielle Austrittsstellen im See zu beproben, sondern auch den Hintergrundwert des Grundwassers zu kennen. Rund um den Bodensee sind zahlreiche  Grundwassermessstellen vorhanden, die regelmäßig analysiert werden. Viele Messstellen entstanden durch Trinkwasserbrunnen und in neuerer Zeit durch thermale Bohrungen, welche durch z. B. Thermen genutzt und somit auch routinemäßig gemessen werden.

    An diesen Messstellen werden meist nur die Grundparameter für die Wassergüte analysiert. Um Transportwege und Bildungsprozesse zu untersuchen sind spezielle Parameter, wie z. B. Isotopen, notwendig. Um für die Untersuchungen alle Parameter zur Verfügung zu haben, wurden zusätzlich zu den Routinemessungen spezielle Beprobungen durchgeführt.

    Es wurden repräsentative Stellen um den Bodensee ausgewählt und schon eine große Beprobungskampagne im September 2016 organisiert, in der die Grundwassermessstellen beprobt wurden.

    Dabei sind die Wasserentnahmebedingungen vor Ort sehr unterschiedlich (Bild). Sie reichen von Wasserhähnen in Pumpwerken, die nur aufgedreht werden müssen, bis hin zu tiefen Bohrlöchern (max. 50 m Tiefe) wo mit aufwändiger Pumptechnik gearbeitet werden musste. 

    Im Februar 2017 wurde eine erneute Messkampagne durchgeführt die um 3 weitere Grundwassermessstellen im bayrischen Bereich des Bodensees erweitert wurde und ausgewählte Messstellen vom September 2016 enthielt. (Thomas Pflugbeil) 

     

  • Langenargen


    N47° 36.000‘
    E09° 32.300‘ 

    Logbucheintrag Nr. 17: 

    24.02.2017  

     

    Fund oberflächennaher Grundwasserzutritte bei Langenargen  

     

    Der Zustrom von Grundwasser in den Bodensee muss sich nicht immer in dutzenden Metern Wassertiefe abspielen. So hat eine Mitarbeiterin des Instituts für Seenforschung schon Ende Januar eine eisfreie Stelle im ansonsten vereisten Uferbereich vor Langenargen entdeckt. Bei näherer Betrachtung waren mehrere kleine Wasseraustrittsstellen von wenigen Zentimetern Durchmesser zu beobachten (siehe Video). Eine chemische Beprobung des Wassers im Nahbereich der Austrittsstellen zeigte auffällige Werte, die nicht auf Seewasser oder Flusswasser aus der Schussen hindeuten. Das Wasser kann auch nicht aus einer kaputten Drainageleitung in der Nähe oder aus ufernaher Infiltration stammen, da im Wasser erhöhte Radonwerte nachgewiesen wurden. Das Edelgas Radon wird erst aus dem Gestein nach längerem Aufenthalt im Untergrund ins Wasser gelöst. (Thomas Pflugbeil)



  • Sipplinger Berg

    N47° 48.679'
    E09° 05.681'

     Logbucheintrag Nr. 16:  

    Tiefe Einblicke  -  Zwischenkolloquium auf dem Sipplinger Berg 


    Ob und wo Grundwasser in den Bodensee gelangt und welche Auswirkungen dies auf unser Trinkwasser haben könnte, ist bisher weitgehend unbekannt. Seit Mitte des Jahres 2015 werden hierzu zahlreiche Untersuchungen auf und unter der Wasseroberfläche des Bodensees durchgeführt. Zur Halbzeit des Projektes fand im Wasserwerk Sipplinger Berg ein Zwischenkolloquium statt. 50 wissenschaftliche Experten aus drei Ländern informierten sich über den aktuellen Stand des Projektes.

     

    Projektförderung durch das BMBF

    Beim Kolloquium wurden die aktuellen Stände der einzelnen Arbeitsgruppen vorgestellt. Nach der Einführung durch Burkhard Schneider und Dr. Thomas Wolf von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW), gab Romy Durst, vom Bereich der Forschungsförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, einen Überblick über die geförderten Projekte und die Strukturen. 

     

    6.400 Quadratkilometer unter Beobachtung

    Dominik Eckert von der Ingenieursgesellschaft Prof. Kobus & Partner, stellte das hydrogeologische Modell zur Quantifizierung des unterirdischen Grundwasserzustroms im Bodenseeraum vor.Das untersuchte Gebiet erstreckt sich dabei über eine Fläche von über 6.400 Quadratkilometer rund um den Bodensee. Dabei werden geologische Formationen aus dem Tertiär und dem Quartär  auf hydraulische Durchlässigkeit untersucht. Nahe Überlingen, Langenargen und bei Mehrerau in der Bregenzer Bucht wurden Proben genommen, um die Grundwasserchemie zu untersuchen. Die ersten Ergebnisse der Messungen lassen darauf schließen, dass der Grundwasserzustrom von der Menge her eher vernachlässigbar für die Gesamtwasserbilanz des Bodensees ist – lokal aber durchaus von Bedeutung sein kann.

     

    Eine Mess-Toolbox für den Bodensee

    Die Komplexität in der Messmethodik stand im Zentrum der Ausführungen von Dr. Benjamin Gilfedder vom Lehrstuhl für Hydrologie der Universität  Bayreuth und von Dr. Sandra Boeddeker vom Institut für Geosysteme und Bioindikation an der TU Braunschweig.

    „Die vergessene Komponente“ sei das Grundwasser, so Gilfedder, da es unsichtbar ist, schwer zu messen – gerade bei großen Seen - und es keine Standard-Messmethoden gibt,. Da man beim Bodensee die unterschiedlichen hydrogeologischen Strukturen aber kennt und auch weiß, wo das Grundwasser eintritt, sind einige Erschwernisse aus dem Weg geräumt.

    Der Grundwasserzufluss wird nun im weiteren Projektverlauf durchchemische, physikalische und biologische Tracermethoden, durch eine Thermalkartierung, chemische Analysen, Isotopen-Untersuchungen und durch die Untersuchung von Ostrakoden (Muscheln) weiter erforscht. Als idealer Untersuchungsstandort haben sich die Ausbaggerungen in Mehrerau in der Bregenzer Bucht ergeben.

    Erste Messergebnisse zeigen komplexe, sehr heterogene Grundwasser-Zuflüsse. Diese Messungen werden nun auch an anderer Stelle fortgeführt, um entsprechende Simulationen erzeugen und ein quantitatives Verständnis entwickeln zu können.

     

    Flusswasserfahnen und seeweite Zirkulation

    Anhand von Messkampagnen im Mündungsbereich der Schussen und weiteren ausgewählten Standorten, referierte Thomas Pflugbeil vom Institut für Seenforschung der LUBW im Anschluss zum Verhalten von Flusswasserfahnen sowie zu den seeweiten Zirkulationen. Ziel ist es hier, die Ausbreitung von Flusswasserfahnen und deren Inhaltsstoffen zu bestimmen.  

    Der Aufbau eines hydrodynamischen Modells (HDMBOD) ist bereits abgeschlossen. Mit diesem werden im weiteren Projektverlauf die im See stattfindenden Transportprozesse über Zeiträume von mehreren Jahrzehnten betrachtet. 

     

    Ausblick:

    Zum Abschluss des Kolloquiums stellte Dr. Thomas Wolf von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) die weiteren Schritte im Projekt „SeeZeichen“ vor. Es gelte nun, die Daten in Informationen umzuwandeln und diese Informationen zu bewerten. Die Daten werden hierzu in einer Web-GIS-gestützten Datenbank zusammengetragen. Um die Übertragbarkeit der Methoden, Tools und Modelle für andere Projekte zu gewährleisten, werden im weiteren Projektverlauf auch Untersuchungen im Steisslinger See und im Ammersee vorgenommen. Ziel ist es, die Übertragbarkeit  andere Seen unterschiedlicher Größe zu zeigen und überregionale Handlungsempfehlungen zum nachhaltigen Schutz von Gewässern zu schaffen.

     

    Ergebnisse im Jahr 2018 erwartet

    In 40 Einzelmesskampagnen an bis zu 80 Messpunkten wurden bisher ca. 1.300 Wasserproben sowie 900 Vertikalprofile im Bodensee entnommen. Diese wurden auf bis zu 40 Parameter untersucht. Zusätzlich wurden ca. 800 Isotopenanalysen durchgeführt. Mit numerischen Modellen wurden Simulationen durchgeführt, deren Gesamtdatenmenge sich auf 70 TerraByte Simulationsdaten summiert 

     

  • Braunschweig

    N52°16.604‘
    E10° 32.265‘

    Logbucheintrag Nr. 15:  

    28. November 2016 


    Aquatische Organismen aus den Sedimenten des Bodensees 


    Die Identifizierung von Grundwasserzutritten durch Organismen, die Bewertung der Auswirkungen des Grundwassereintrages auf die Wasserqualität, sowie die mögliche Belastung des aquatischen Ökosystems, sind Ziele des Teilprojektes 3. Im Labor des Instituts für Geosysteme und Bioindikation der Technischen Universität Braunschweig laufen die Analysen von Diatomeen und Ostrakoden im Sediment. Die Schalen der Organismen werden aus Oberflächensedimenten separiert und bestimmt, um sie im Verbund mit chemischen und physikalischen Messwerten als Grundwasserindikatoren zu überprüfen.

    Mehrere Probenahme-Kampagnen wurden in 2016 im Bodensee durchgeführt. Das SEEZEICHEN-Team beprobt gemeinsam Wasser und Oberflächensedimente von verschiedenen Stellen bei Mehrerau, Mainau, Überlingersee, Birnau und Birnau-West. Daneben werden Wasserparameter vor Ort gemessen. Die vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass bestimmte Ostrakoden Arten, die auch in Quellen gefunden wurden und evtl. Grundwasserzutritte anzeigen, an verschiedenen Stelle im Bodensee identifiziert wurden, z.B. Prionocypris zenkeriin Birnau-West (Abb 1.). Insgesamt wurden bisher 20 Ostrakoden-Arten von 17 Gattungen aus 6 Familien identifiziert. Das Auftreten von bestimmten Diatomeen-Arten ist hauptsachlich an die Wassertiefe gekoppelt; im tiefen Wasser (> 50m) finden wir planktische Arten (z.B. Asterionella formosa, Stephanodiscus binderanus, Cyclotella cyclopuncta(Abb. 2)) und die Artenvielfalt ist gering. Im Flachwasser (10-20m) sind benthische Arten (z.B. Tryblionella hungarica, Diatoma ehrenbergii) dominant, und die Artenvielfalt ist hoch. Laufende Analysen werden eine umfassende Bewertung des ökologischen Gewässerzustandes liefern (Abb. 3).
    (Sandra Böddeker) 

     

  • Langenargen

    N47° 36.000‘ 
    E09° 32.300‘ 

    Logbucheintrag Nr. 14:  

    24. November 2016 

     

    Aufbau eines Computermodells des Bodensees  


    Mit Hilfe von computergestützten Modellen können viele verschiedene Fragestellungen in der Seenforschung beantwortet werden. So können durch Messwerte vergangene Hochwasserereignisse simuliert oder sogar Zukunftsszenarien berechnet werden, wie zum Beispiel ein See durch den Klimawandel verändert wird.

    Die Modellierung nimmt auch im Projekt SEEZEICHEN eine wichtige Rolle ein. So sollen Aussagen über seeinterne Prozesse, Ausbreitung von Flusswasser- und Grundwasserfahnen über längere Zeiträume getroffen werden. Um die Qualität der Aussage sicher zu stellen, werden Messwerte zur Prüfung der Güte der Modellergebnisse herangezogen.

    In der untenstehenden Grafik ist der Temperaturverlauf an der tiefsten Stelle im See über die vier Jahreszeiten dargestellt. Die durchgezogenen farbigen Linien sind Simulationsergebnisse, die schwarzen Kreuze Messergebnisse. Das Modell ist in der Lage die Temperatur bis auf eine Ausnahme mit einem Unterschied von < 1 °C nachzubilden.

    Im weiteren Verlauf des Projektes wird das Modell verwendet um Flusswasserfahnen von Alpenrhein (der größte Zufluss zum Bodensee) und Schussen (stark vom Menschen beeinflusster Zufluss) sowie die Seeinterne Dynamik nachzubilden. Die Einsatzmöglichkeiten des Modells sind jedoch äußerst vielfältig und werden nur durch die Rechen- und Speicherkapazitäten limitiert.
    (Thomas Pflugbeil, LUBW/ISF) 

     

  • Langenargen

    N47° 36.000‘ 
    E09° 32.300‘ 

    Logbucheintrag Nr. 13:  

    Oktober 2016


    Untersuchungen auf stabile Wasserisotope zur Charakterisierung
     der Transportprozesse im Bodensee 


    Mitte Oktober – in der Zeit vom 17. bis 21.10.2016 -   fand eine der zentralen Messkampagnen des ReWaM-Verbundprojektes SeeZeichen statt – dass Isotopen-Online-Screening-Messprogramm (IOS).  Bei diesem IOS-Messprogramm untersuchen wir Grundwasserzutritte, die Ausbreitung von Flusswasserfahnen und die seeweiten Zirkulationsprozesse im Bodensee. 

    Wesentliches Element der Untersuchungen ist die Anwendung eines WLCRD-Spektrometers mit dem stabile Isotope bestimmt werden können. WLCRD steht dabei für „wavelength scanned cavity ring down” und beschreibt das Messverfahren des Laserspektrometers, das für die Detektion von Wasserstoff- und Sauerstoff-Isotopen verwendet wird (Wasserstoffisotope 1H, 2H und Sauerstoffisotope 16O und 18O). 

    Traditionell verbindet man mit der Bestimmung von stabilen Isotopen große und sensible Massenspektrometer und entsprechende High-Tech-Labors. Moderne Laserspektroskopie ermöglicht uns die direkte Messung auf dem Forschungsschiff Kormoran. Das entsprechende Equipment wurde von unseren Kollegen von der Joanneum Research AquaConSol auf dem Schiff installiert und war die ganze Woche ununterbrochen im Messeinsatz. Maßgeblich für den Erfolg waren deren sehr umfangreiche Erfahrungen mit der in-situ Bestimmung von stabilen Isotopen. Unsere Kollegen waren beispielsweise weltweit ersten, die diese Technik überhaupt auf stehende Gewässer anwandten - und unterstützen uns mit ihrem Knowhow bei dieser Messkampagne. Ergänzend zu den Isotopenuntersuchungen wurden durch uns chemische Wasseranalysen durchgeführt und physikalische Parameter mittels einer Multiparametersonde bestimmt. 

    Ziel des Isotopen-Online-Screenings ist es, die Ausbreitungsvorgänge von Wasserinhaltsstoffen die über verschiedene Eintragspfade in den Bodensee gelangen zu bestimmen. Ein weiteres Ziel ist die Charakterisierung von Transport- und Mischungsprozessen, die  diese Ausbreitungsvorgänge bestimmen. Die Charakterisierung der Ausbreitung und Lokalisierung von Grundwasserzutritten erfolgte auf der Grundlage von definierten Transekten mit Tiefenprofilen und Messrastern.

    Ein besonderes Augenmerk gilt den Einmischungsprozessen von Grund- und Oberflächenwässern im Bereich von Flusswassermündungen und potentieller Zutrittsstellen von Grundwasser. Mit Multiparametersonden wurden Vertikalprofile gemessen, Wasserproben entnommen und stabile Isotope bestimmt. Auf der Basis der online gemessenen Daten werden entsprechend die Entnahmetiefen und Probenahmestrategien dynamisch angepasst, um ein optimales Messergebnis zu erhalten.   

     

  • Mehrerau

    N47° 30.617‘
    E09° 42.634‘

     

    Logbucheintrag Nr. 12: 

    30. August bis 01. September2016


    Einsatz von Flusskammern

    Flusskammern sind im einfachen Sinne umgedrehte Tonnen. Diese werden vom Schiff aus auf den Seegrund hinabgelassen. Somit ist eine kleine Fläche des Seegrundes mit der Kammer bedeckt. Oben auf der Kammer ist ein Ventil, welches geöffnet und geschlossen werden kann. Das Ventil ist über einen Schlauch mit einem Beutel verbunden. Wenn die Flusskammer auf dem Seegrund sitzt, wird das Ventil geöffnet. Nach einigen Stunden wird das Ventil wieder geschlossen und die Kammer wird wieder an Deck des Schiffs gezogen. Dort wird nachgeschaut, ob sich das Wasservolumen im Beutel geändert hat. Bei unseren Messungen vergrößerte sich das Wasservolumen. Daher konnten wir feststellen, dass Grundwasser in die Flusskammer geflossen war. Mithilfe der Volumenänderung kann man ausrechnen wie viel Millimeter Grundwasser pro Tag an einer bestimmten Stelle in den See fließen. (Catharina Keim, Universität Bayreuth) 

     

  • Langenargen

    N47° 36.000‘ 
    E09° 32.300‘ 

    Bayreuth

    N49° 55.772‘ 
    E11° 34.853‘ 

    Logbucheintrag Nr.11: 

    29. April 2016  und  7. & 8. September 2016


    Projekttreffen SEEZEICHEN


    Um einen Informationsaustausch der einzelnen Projektpartner untereinander zu gewährleisten, werden regelmäße Projekttreffen veranstaltet, in denen über den aktuellen Stand des Verbundprojekts berichtet wird. Dabei referieren die Teilnehmer/Innen der Teilprojekte über die durchgeführten  Messkampagnen, die resultierenden Ergebnisse, die weitere Vorgehensweise und den Stand innerhalb des Projektzeitplans. 

    Im April 2016 fand ein Projekttreffen beim Institut für Seenforschung des LUBW in Langenargen und im September 2016  bei der Limnologischen Forschungsstation der Technischen Universität Bayreuth statt.
    Durch den Wechsel der Veranstaltungsorte der Projekttreffen lernen die Teilnehmer/Innen auch die Arbeitsgebiete der jeweilig anderen Projektpartner kennen. 

     

  • Überlinger See:

    N47° 44.609‘

    E09° 12.983‘

     

    Mehrerau:

    N47° 30.617‘

    E09° 42.634‘

     

    Mainau:

    N47° 42.767‘

    E09° 11,417‘

    Logbucheintrag Nr. 10: 27. bis 29.06.2016

     

    Beprobung von Porenwasser

      

    In der Woche vom 27. – 29.06.2016 ging die Suche nach Grundwasser im Bodensee in eine neue Runde. Von der Technischen Universität Braunschweig wurden wieder verschiedene Oberflächensedimente auf grundwasseranzeigende Muschel- und Krebsschalen untersucht. Dabei wurden auch einige Exemplare der vor über einem Jahrzehnt in den Bodensee eingewanderten Körbchenmuschel (Corbicula fluminea) gefunden.

    Neben der Entnahme von Seewasser in Bodennähe wurden dieses Mal auch erste Sedimentkerne gezogen um Porenwasser direkt auf dem Schiff zu beproben. Aus diesen Proben sollen Isotopen und chemische Parameter gemessen werden, die direkten Aufschluss über Grundwasserzutritte geben. Die ersten Tests verliefen positiv, sodass diese Methode auch in Zukunft weiter angewendet werden soll. 

     

  • Sipplingen

    N47° 47.257‘
    E09° 06.902‘

    Logbucheintrag Nr. 9 im Juni 2016


    Messungen an der ICP-MS im Labor der Bodensee-Wasserversorgung 


    An einem Arbeitstag im Juni 2016 wurden bei einem von mehreren Messzyklen die Spurenelemente im Bodensee-Wasser (Freiwasser-Messstellen: Überlinger See, Fischbach-Uttwil, u.a.) mittels der ICP-MS gemessen.
    Diese Messungen sind besonders interessant, weil die anorganischen Spurenelemente möglicherweise Indikatoren für Grundwasserzutritte im Bodensee sein können. Die Spurenelemente (z.B. Zink, Kobalt, Beryllium, Silber)  kommen in sehr geringen Konzentrationen im Bodensee-Wasser vor. Die Werte liegen im Bereich von 0,01 bis 5 µg/L.

    Zu Beginn der Untersuchungen wird das Messgerät, die ICP-MS, vorbereitet und die Standard-Lösungen angesetzt.

    Nachdem die ICP-MS optimiert und die Kalibration abgeschlossen ist, kann mit der Messung der Proben begonnen werden. Je Probe werden 11 Elemente untersucht. Insgesamt sollen an diesem Arbeitstag die Werte von 44 Proben ermittelt werden.

    Die erste Kalibration verlief erfolgreich. Nun wird noch ein zweites Mal kalibriert und dann kann mit den Messungen der Proben an der ICP- MS begonnen werden. Zwischen den Messungen wird der Kontrollstandard eingesetzt, um die Qualität der Messergebnisse zu überprüfen.

    Alles verlief erfolgreich an diesem Arbeitstag. Der Kontrollstandard blieb die ganze Zeit über stabil und so können alle Ergebnisse ausgewertet und dokumentiert werden.  

     

  • Mündungsbereich
    Schussen


    N47° 36.890‘ 

    E09° 31.541‘ 

    Logbucheintrag Nr. 8: 14.06.2016


    Flusswasserfahnenmonitoring vor der Schussen


    Am 14.6. wurde erneut eine 3-stündige Messkampagne zur Erfassung der Flusswasserfahne der Schussen durchgeführt. Der Flusswasserkörper war deutlich durch die huminstoff- und schwebstoffbedingte  Braunfärbung des Wassers und leichter Schaumbildung zu erkennen. Er zog aufgrund der Wetter- und Seeverhältnisse dicht am Ufer nach Nord-Westen Richtung Eriskircher Strandbad.

    Gemessen wurden neben der Temperatur und Leitfähigkeit an vordefinierten Profilen auch zwei Wasserproben direkt an der Schussenmündung und vor der Flachwassermessstation Langenargen.

    Die Messkampagne musste aufgrund eines aufziehenden schweren Gewitters und der einsetzenden Sturmwarnung vorzeitig abgebrochen werden. 

     

  • Mündungsbereich
    Schussen


    N47° 36.907‘

    E09° 31.378‘

    Logbucheintrag Nr. 7: Ende Mai 2016


    Start des Flusswasserfahnenmonitorings vor der Schussen

    Mitte und Ende Mai wurden erste Pilotstudien zur dreidimensionalen Kartierung der Ausbreitung der Flusswasserfahne der Schussen gestartet. Dabei wurden erste Messraster abgefahren und vor allem Temperatur und Leitfähigkeit gemessen.

    Die Schussen spielt bezüglich des Stoffeintrags für den Bodensee eine wichtige Rolle. Sie hat zwar ein relativ kleines Einzugsgebiet, welches jedoch stark urban (durch den Menschen beeinflusst) geprägt ist. Eine Besonderheit ist außerdem, dass sie in eine ausgedehnte Flachwasserzone mündet und dadurch auch die nahegelegenen Standbäder Eriskirch und Langenargen beeinflusst.

    Durch die Flachwasserzone kommt es in Abhängigkeit von Wind, Flusswasserabfluss und seeinterner Dynamik zu verschiedenen Verteilungsmustern des Schussenwassers im See und der Flachwasserzone. Diese Muster sollen künftig regelmäßig erfasst werden, um die Interaktionen zwischen dem Fluss und See besser zu verstehen. Außerdem dienen die Messungen auch der Validation von hochauflösenden 3-dimensionalen, hydrodynamischen Modellen, mit denen die Flusswasserfahnenausbreitung simuliert und im Detail untersucht werden soll. 

     

  • Überlinger See

    N47° 44.609‘ 

    E09° 12.983‘ 

     

    Mehrerau

    N47° 30.617‘

    E09° 42.634‘

    Logbucheintrag Nr. 6: Mai 2016


    Wiederholte Radonmessungen


    Ende Mai fand eine weitere Messkampagne zur Detektion von Grundwasserzutritten vor Mehrerau (Bregenzer Bucht) und Birnau (Überlinger See) statt. Neben der Messung von physikalischen (Temperatur, Leitfähigkeit, Sauerstoffgehalt, etc.) und chemischen (Anionen, Kationen, stabile Isotope, etc.) Parametern wurden außerdem durch die Universität Bayreuth Radonmessungen direkt vor Ort durchgeführt. Diese Standorte wurden zum wiederholten Mal beprobt (mehrere Male im Jahr 2015 und März 2016) um saisonale Änderung des Grundwasserzustroms zu untersuchen. 

     

  • Bregenzer Bucht: Mehrerau

    N47° 30.537
    E09° 42.671

    Logbucheintrag Nr. 5:  

    24.02.2016


    Einsatz des thermalen Kartierers und Radonuntersuchungen


    Über die Wintermonate wurde der thermale Kartierer, der Universität Bayreuth, Lehrstuhl für Hydrologie, noch einmal überarbeitet und verbessert. Bei der Messkampagne im Februar kam der neue, verbesserte thermale Kartierer das erste Mal zum Einsatz. Ein Untersuchungsgebiet in der Bregenzer Bucht wurde ausführlich kartiert. An den thermalen Kartierer wurde ein Unterwasser-GPS montiert. Somit konnte man die aufgenommenen Temperaturdaten eindeutig bestimmten Koordinaten zuordnen. Dabei wurden Temperaturunterschiede am Seegrund detektiert. Diese können darauf hinweisen, dass an manchen Stellen in der Bregenzer Bucht Grundwasser in den See eintritt. Als weitere Methode wurden Wasserproben auf Radon untersucht. Radon ist ein radioaktives Edelgas mit einer Halbwertszeit von 3,8 Tagen. Radon reichert sich im Erdreich an. Sobald es mit der Atmosphäre in Kontakt kommt, zerfällt es. Daher ist eine hohe Radonkonzentration im Oberflächenwasser ein guter Anzeiger für Grundwasserzufluss. 

     

  • Mündungsbereich Schussen

    N47° 36.800‘ 
    E09° 30.720‘ 

    Logbucheintrag Nr. 4:  

    23.11.2015


    Einsatz eines thermalen Kartierers auf dem Seegrund 

     

    Der thermale Kartierer ist ein neues Gerät, dass von der Universität Bayreuth, Lehrstuhl für Hydrologie, entwickelt wurde. Das Prinzip des thermalen Kartierers baut darauf auf, dass Oberflächengewässer einem anderen Temperatursignal folgen im Gegensatz zu Grundwässern. Oberflächengewässer folgen mit einer zeitlichen Verzögerung den Schwankungen der aktuellen Lufttemperaturen. Die Temperatur des Grundwassers hingegen entspricht der Jahresdurchschnittstemperatur. Somit kann an Grundwasserzutrittstellen im See ein Temperaturunterschied gemessen werden. Diese Temperaturunterschiede sind im Sommer und im Winter am Größten, da während dieser Zeiträume die Temperaturunterschiede zwischen See- und Grundwasser am Deutlichsten sind.

    Bei dieser Messkampagne wurde der thermale Kartierer das erste Mal am Bodensee getestet. Der thermale Kartierer hat eine Breite von ca. 4 m. Er wurde aus mehreren Teilen zusammengebaut und die Temperaturkette mit 20 hochauflösenden Temperatursensoren wurde montiert. Um zu sehen wie gut und zuverlässig die Temperatursensoren auf Unterschiede reagieren, wurde als erstes Testgebiet die Mündung der Schussen ausgewählt. Die Schussen hat im November eine geringere Temperatur als der See. Der thermale Kartierer wurde vom Schiff aus per Kran ins Wasser gelassen. Sobald der thermale Kartierer auf dem Seegrund ankam, fing das Schiff an den thermalen Kartierer hinter sich zu ziehen (siehe Movie). Dabei loggten die Temperatursensoren alle 3 Sekunden neue Temperaturen. Die ersten Tests im Flachwasserbereich vor der Schussenmündung waren erfolgreich. Es konnte deutliche Temperaturunterschiede zwischen dem Fluss- und dem Seewasser gemessen werden. 

     

  • Überlinger See

    N47° 44.078‘ 
    E09° 12.025‘ 

    N47° 45.468‘
    E09° 08.396‘

    Birnau, Birnau-West und Überlinger-West

    Logbucheintrag Nr. 3: 02. März 2016


    Aquatische Organismen aus den Sedimenten des Bodensees


    Heute ist der dritte Tag unserer dritten Probenahme-Kampagne. In Birnau, Birnau-West und im Überlinger-West Teilbecken wurden Seewasser und Sedimentproben entnommen. Bei jeder Probestelle wurden auch u.a. die Wassertemperatur, der pH-Wert und die Leitfähigkeit  gemessen, um die Zusammenhänge zwischen Vorkommen von bestimmten Organismen und diesen Wasserparametern zu ermitteln. 

      

    Zur Ermittlung der Ostrakoden- und Diatomeen-Artenvergesellschaftungen wurden in diesem Teilbecken 13 Oberflächensedimentproben mittels eines Sedimentgreifers genommen. 

      

    Manche Probenahmestellen sind sehr steil, und es war schwer, Sediment zu entnehmen. Aber mit Ausdauer und Geduld haben wir das geschafft. Der Aufwand hat sich gelohnt. Wir haben interessante Sedimentproben mit vielen Schalen von Organismen erhalten.

  • Überlinger See

    N47° 45.468‘
    E09° 08.396‘ 

    N47° 44.078‘ 
    E09° 12.025‘ 

    Überlinger See
    Logbucheintrag Nr. 2: 25. November 2015

    Erste Tests auf dem See

    An diesem Tag hielten wir an zwei Stellen. Zuerst entnahmen wir Wasserproben aus verschiedenen Tiefen für die LUBW zu weiteren Untersuchungen.

    Danach fuhren wir die ersten Tests mit dem von der Uni Bayreuth entworfenen Schlitten. Nach anfänglichen Komplikationen konnten wir die Temperaturschwankungen zwischen Seewasser und Zuflüssen messen. Diese Daten werden nun weiter ausgewertet.

  • Langenargen

    N47° 36.000‘ 
    E09° 32.300‘

    Langenargen
    Logbucheintrag Nr. 1: 11. Juni 2015

    Projekt SEEZEICHEN startet

    In Langenargen startet heute das Forschungsvorhaben SEEZEICHEN. Dieses neue Projekt untersucht, ob der Bodensee nicht nur aus oberirdischen Quellen gespeist wird, sondern auch durch Grundwasser. Ziel des Forschungsvorhabens ist es zu untersuchen wo, wieviel und in welcherQualität Grundwasser in den See fließt. Auslöser des Projektes war einehochauflösende Vermessung des Seegrundes im Jahre 2014, bei der esdeutliche Anzeichen dafür gab, dass im Überlinger Seeteil Grundwasserzutrittevorhanden sein könnten. Diese sollen nun näher untersucht werden, da sie – neben den Zuflüssen, den Direkteinleitungen und den diffusen Quellen – als Stoffeintragspfad von Bedeutung für die Wasserqualitätdes Bodensees sein können.